Open For Business: Der Business Case von LGBT Inclusion

Koalition multinationaler Konzerne publiziert wissenschaftliche Fakten, welche die ökonomischen Effekte einer Inklusion von Lesben, Schwuler, Bisexueller und Transgender (LGBT Inclusion) in der Arbeitswelt bestätigen.

 

Vierzehn multinationale Konzerne, darunter IBM, American Express, Ernst&Young, LinkedIn, McKinsey u.a, haben eine globale Initiative zur Unterstützung von Lesben, Schwuler, Bisexueller und Transgender (LGBT) in der Arbeitswelt gestartet. In dem Ende September veröffentlichten Bericht „Open For Business“ zeigt die Koalitition auf, dass die Wirtschaft in offenen, vielfältigen und integrativen Gesellschaften und Organisationen deutlich besser gedeiht als in weniger toleranten Systemen.

In der Publikation werden auch jene Risiken angeführt, denen globale Unternehmen ausgesetzt sind, wenn sie in Ländern mit Anti-LGBT-Gesetzen tätigt sind, wie z.B. Sicherheitsrisiken für MitarbeiterInnen und Reputationsrisiken.

 

Umfassende Sammlung von Argumenten für die Inklusion von LGBT in der Arbeitswelt

Die sexuelle Orientierung gilt als noch immer eines der Tabuthemen am Arbeitsplatz. Einer aktuelle Studie von der Europäischen Kommission zufolge, setzen nur 16% der Diversity-affinen Unternehmen in Europa auch Maßnahmen zur Förderung und Inklusion von LGBT-MitarbeiterInnen. Studien aus anderen Regionen und Ländern kommen zu ähnlichen Ergebnissen.

Der Bericht „Open For Business. The Economic and Business Case for LGB&T Inclusion“ von Jon Miller und Lucy Parker will hier entgegensteuern und entsprechende Argumente liefern. Er enthält eine umfassende Sammlung von Fakten aus wissenschaftlichen Studien, die den Business Case von LGBT-Diversity and Inclusion bestätigen sollen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Der Business-Case von LGBT-Inclusion zeigt positive Effekte in allen Bereichen: bei der volkswirtschaftliche Leistung von Wirtschaftsräumen, in Unternehmen und bei der individuellen Leistung von MitarbeiterInnen.
  • LGBT-offene Regionen und Nationen sind innovativer und unternehmerfreundlicher.
  • Unternehmen, die Diversity & Inclusion fördern, profitieren durch erhöhte Attraktivität für BewerberInnen und verstärkte Loyalität von MitarbeiterInnen.
  • LGBT-Inclusion ist verbunden mit erhöhter Innovationskraft und verbesserter Zusammenarbeit.
  • MitarbeiterInnen, die in offenen und vielfältigen Organisationen arbeiten, sind engagierter, zufriedener und loyaler.

 

Der gesamte Bericht und Infos über die Initiative Open For Business“ finden Sie auf:
www.open-for-business.org

 

Weiterführendes:

  •  Miller, J.; Parker, L. (2015): For Business. The Economic and Business Case for LGB&T Inclusion. Brunswick Group LLP: London
  • Wondrak, M. (2014): Overview of Diversity Management implementation and impact amongst Diversity Charters signatories in the European Union. European Commission – Directorate-General for Justice:Brussels.