5 effektive Wege um Alters-Bias im Bewerbungsprozess vorzubeugen

Nichts verärgert ältere Arbeitsuchende mehr als Altersdiskriminierung. Dabei gibt es einige Tipps, die Stereotypen (Alters-Bias) vorbeugen und einen Neustart erleichtern.

 

Fast tagtäglich hört oder liest man Berichte von Menschen, die klagen, dass es über 45 Jahren schwer ist, einen Job zu bekommen. Gründe dafür sind meist Stereotype, die bewusst oder unbewusst in Form von Age Bias im Bewerbungsprozess ihre diskriminierende Wirkung zeigen. Zu den gängigen negativen Vorurteilen gegenüber älteren Menschen zählen u.a.: geringere Leistungsfähigkeit, geringe Flexibilität und Lernfähigkeit, vermehrte Krankenstandstage oder höhere Kosten.

Wenn Sie in diese Kategorie 45+ fallen, dann ist es Zeit, dagegen anzukämpfen. Hier sind 5 Tipps für Ihre Bewerbungen, um etwaigen Age Bias vorzubeugen.

 

  1. Fokussieren Sie Ihren Lebenslauf auf die letzten 10-15 Jahre.

ArbeitgeberInnen interessieren sich dafür, was Sie zuletzt getan haben. Konzentrieren Sie sich bei Ihrem Lebenslauf auf die letzten 10-15 Jahre, unabhängig davon, wie lange Sie gearbeitet haben. Ältere, weniger relevante Erfahrungen können Sie zusammenfassen.

 

  1. Arbeiten Sie Ihr individuelles Profil heraus.

Nutzen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen als Selbstmarketing-Instrument. Heben sie jene Fertigkeiten und Kenntnisse hervor, die für den angestrebten Job am meisten relevant sind. Verkaufen Sie sich nicht als Allrounder oder Experte für alles. Das glaubt Ihnen sowieso niemand.

 

  1. Vermeiden Sie, über die alte Zeit zu sprechen.

Dies gilt für Ihren Lebenslauf als auch für Interviews. Viele ältere Arbeitsuchende tendieren dazu, über ihre ersten Berufsjahre zu sprechen und wie diese dazu beigetragen haben, was sie heute sind. Lösen Sie sich von der alten Zeit. Wenn diese für den angestrebten Job nicht direkt relevant ist, dann erwähnen Sie sie auch nicht im Interview.

 

  1. Zeigen Sie Bereitschaft zur Weiterbildung.

Das Alter ist ein „zweischneidiges Schwert“. Auf der einen Seite haben Sie wertvolle Erfahrungen erworben, auf der anderen Seite gibt es das gängige Vorurteil: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Doch dieses ist falsch. Ältere lernen nicht schlechter, sondern anders als Jüngere.

Zeigen Sie daher Bereitschaft zur Weiterbildung. Bringen Sie Ihre Fertigkeiten mit Aufbaukursen up -to-date. Weiterbildung ist keine Frage des Alters, sondern des Wollens.

 

  1. Ergänzen Sie Ihren Lebenslauf mit Online-Profilen

Machen Sie sich in Online-Portalen wie XING und LinkedIn sichtbar und laden Sie so potentielle ArbeitgeberInnen ein, Sie zu kontaktieren. Stellen Sie sicher, dass ihr Profil vollständig und auf dem neuesten Stand gehalten ist. Treten Sie Branchengruppen bei und diskutieren Sie mit anderen ExpertInnen über verschieden Themen. Zeigen Sie auch keine Angst vor Social-Media-Plattformen wie Twitter, Facebook oder Instagram.

 

Zusatz-Tipp:

Besuchen Sie am 23. Oktober 2015 die fair.versity Austria im MAK-Wien. Die fair.versity Austria ist die erste und einzige Diversity-Karriere- und Weiterbildungsmesse in Österreich. Der heurige Schwerpunkt ist Generationen und Work-Life-Balance. Mehr als 50 namhafte Aussteller präsentieren über 1.500 ausgeschriebene Stellen und Karrierechancen für Talente, unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung, Behinderung usw.

 

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